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Jüdisches Leben

Wer nach Mönchsdeggingen kommt, dem fällt bald in der Ortsmitte das ehemalige Ritualbad mit seinen Fenstern im maurischen Stil auf. Vermutlich entdeckt er auch die beiden Gedenktafeln, die an die drei Synagogen des Ortes erinnern und am Ortsrand den Judenfriedhof. Dass auch eine ganze Reihe stattlicher Häuser mit hohem Walmdach in der Mitte des 19. Jahrhunderts von jüdischen Kaufleuten erbaut oder zu ihrer heutigen Größe aufgestockt wurden, erfährt er im Gespräch mit Einheimischen, die mit einem gewissen Stolz auf die jüdische Geschichte ihres Ortes zurückblicken. Denn in den zwei Jahrhunderten, in denen in Mönchsdeggingen Juden wohnten, erlebte das Dorf eine wirtschaftliche und kulturelle Blütezeit. Dabei war die jüdische Kultusgemeinde wohl ein fester Bestandteil des Ortes – und doch in vielem auch einfach anders.

In jüngster Zeit wird, als Ausdruck der Wertschätzung und zum Lebendig halten der Geschichte, der „Europäische Tag der Jüdischen Kultur" in Mönchsdeggingen durch Veranstaltungen begleitet. Frau Pfarrerin Ulrike Brödel und zuletzt der Dorfverein Mönchsdeggingen e.V. engagieren sich dabei.

http://www.jkmas.de/wp-content/uploads/2017/05/JKM_Programm_ETJK17_08.pdf

(Quelle: Chronik 1000 Jahre Mönchsdeggingen; Judengeschichte; Ulrike Brödel, 2007)

 

 

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