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Rohrbach

 Rohrbach 01

   Rohrbach

      Moenchsdeggingen Luftbild 06
         
 Einwohner Stand: 31.12.2015  130
 erstmals namentlich genannt       780  
 Lage (geografisch) 48° 44′ 52.08″ N, 10° 37′ 57″ E 
         
         
         
          Luftbild Rohrbach (2014)
          mit besonderem Dank an Martin Wiedemann und Hans Bergdolt
          © Hans Bergdolt

Geschichte:

(Textauschnitte aus der Festsschrift des Krieger- und Soldatenvereins Schaffhausen - Rohrbach)

Rohrbach ist ein alter "Rhode-Ort", welcher erstmals in den Jahren 780 bis 817 namentlich genannt wurde, und zwar in den sogenannten „Fuldaer Schenkungen". Östlich von Rohrbach, mit dem Ort fast zusammenhängend, liegt der Weiler Thurneck. Auf einem von Osten gegen das Tal vorspringenden Bergausläufer, vielleicht schon von den Römern zu einer Warte benützt, stand im Mittelalter ein fester Wohnturm, genannt Turnekk, d. h. "Turm an der Ecke".

Ihn bewohnte ein Adelsgeschlecht, das von diesem Sitze den Namen trug (Henricus de Thurnekk - 1251 bis 1263). Dieses Adelsgeschlecht scheint allerdings bald ausgestorben zu sein. Über die Jahrhunderte hinweg wechselten die Besitzer. Die alte Veste wurde nicht mehr bewohnt und verfiel allmählich.

Um das Jahr 1670 bauten die Oettinger Grafen etwas südöstlich davon ein Jagdschlösschen. Als Fürst Ernst Albrecht II. von Oettingen 1730 dieses Jagdschloss umbaute und erweiterte, verwendete er hierzu mit der Erlaubnis der Herrschaft zu Wallerstein 250 Fuhren Steine aus der Ruine des alten Schlosses. Von der alten Burganlage auf waldigem Hügel ist daher nur noch der tiefe Ringgraben und der hohe Bergkegel mit geringen Resten von Grundmauern erhalten.

Das Jagdschlösschen in Thurnekk wurde von Fürst Ernst Albrecht ab Mitte des 18. Jahrhunderts offensichtlich nicht mehr allzu oft genutzt. Um das Jahr 1835 wurde der schöne Schlossbau schließlich abgebrochen und gegenwärtig ist nur noch die Umfassungsmauer und das Forsthaus übrig.

Im Jahr 1765 bestand Rohrbach bereits aus 4 Bauernhöfen, 22 Sölden und 1 Bissing'schen Hof und wurde als "starker Weyler" bezeichnet, Thurneck bestand aus 2 Bauernlehen und 7 Sölden. Rohrbach und Thurneck waren über die Jahrhunderte hinweg bis in die heutige Zeit hinein vorwiegend von der bäuerlichen Landwirtschaft geprägt. Doch schon Ende des 18. Jahrhunderts sind zahlreiche Handwerker namentlich nachgewiesen. Es handelte sich größtenteils um Weber, aber auch Schuhmacher, Schreiner und Metzger waren vertreten.

Heute bestehen in Rohrbach und Thurneck mit knapp 140 Einwohnern noch 8 landwirtschaftliche Betriebe, die alle im Nebenerwerb betrieben werden. Die meisten Erwerbstätigen pendeln täglich zwischen Wohnung und Arbeitsstätte (überwiegend Harburg, Donauwörth und Nördlingen). Konfessionell gehörten Rohrbach und Thurneck - was die evangelischen Einwohner betrifft - über Jahrhunderte hinweg zur Kirchengemeinde Schaffhausen und zum Pfarramt Mauren. Nach der Auflösung dieses Pfarramtes und der Versetzung des letzten Maurener Pfarrers, Herrn Roland Buchholzer am 01.04.2005 wird die Kirchengemeinde Schaffhausen nun vom Pfarramt Harburg betreut. Die katholischen Mitbürger gehören der Kirchengemeinde Stillnau in der Pfarrei Bissingen an.

Wenn auch Rohrbach ein verhältnismäßig kleines Dorf ist, so hat es doch in den letzten 50 Jahren sehr große Leistungen erbracht. So wurden bereits im Jahr 1951 die Wasserversorgung und im Jahr 1956 die Kanalisation erstellt. Die Ortsdurchfahrt wurde 1959 geteert. Bis 1964 erfolgte der Ausbau sämtlicher Ortsverbindungsstraßen. Die Flurbereinigung wurde in den Jahren 1963 bis 1968 durchgeführt. 1965 erhielten Rohrbach und Thurneck erstmals eine Dorfbeleuchtung, die 1977 erweitert wurde. Im Jahr 1969 wurde ein gemeindliches Gebäude errichtet, das zwei Räume für die Gemeindeverwaltung, einen Feuerwehrgeräteraum und Hallen für gemeindliche Maschinen und Geräte enthielt. Dieses Gebäude, das "Gmoidhaus", ist heute der Mittelpunkt des Dorfes.

Nach Schließung des Gasthauses Haller zum Jahresende 1994 ist hier pünktlich zum 1 . Januar 1995 nach über 10000 Stunden gemeinsamer Umbauarbeit mit Unterstützung der Gemeinde Mönchsdeggingen eine neue Kommunikations und Versammlungsstätte in Betrieb gegangen.

Im Gemeinderat der Gemeinde Mönchsdeggingen sind Rohrbach und Thurneck derzeit mit dem 1. Bürgermeister Karl Wiedenmann und zwei Gemeinderäten vertreten.

 

 

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